Das erste Ziel war die Blaue Lagune. Das ist eine der größten Sehenswürdigkeiten Islands, aber eigentlich ist es nur ein Thermal-Freibad mit milchig-blauem Wasser. Das Wasser hat dieselbe Farbe wie im Mývatn Nature Bath und es entsteht auf die gleiche Art und Weise: Die Abwässer eines Thermalkraftwerkes werden mit kaltem Wasser auf Badetemperatur gebracht. Das alles findet hier in einer Lava-Landschaft statt, das wirkt schon sehr skurril und exklusiv. Wegen des hohen Preises (6100 Kronen in den Tagesrandzeiten), der Notwendigkeit im Internet vorzubuchen und weil wir in Myvatn schon in einem solchen Bad waren, haben wir auf den Besuch verzichtet. Wir haben aber einen Kaffee dort getrunken und konnten so von der Terrasse aus Fotos machen. Anders als angekündigt, war das Bad nicht überfüllt. Ich habe das Gefühl, dass man das jetzt über den Preis regelt und nur eine vernünftige Zahl von Leuten gleichzeitig reinlässt.
Nur wenige Kilometer weiter trafen wir auf Gunnuhver, eine beeindruckende heiße Schlammquelle. Nachdem eine Fabrik 2006 angefangen hat, das heiße unterirdische Wasser zu nutzen, haben sich die Druckverhältnisse geändert und es hat sich der neue Krater gebildet. Durch den Dampf sind wir übrigens durchgegangen und waren hinterher klitschnass von kaltem Wasser, das offensichtlich mit hochgeschleudert wird.
Danach kamen wir zur Brücke zwischen den Kontinenten. Genau hier verläuft die Grenze zwischen der nordamerikanischen und eurasischen Platte. Man kann tatsächlich einen Graben sehen, der jedes Jahr 2 cm breiter wird und man kann ganz schnell zwischen Europa und Amerika hin- und herspazieren!
Wir haben dann noch einen Friedhof an einer hübschen Kapelle angesehen, bei einem Galgenfelsen zu Mittag gepicknickt und sind schließlich bis ganz an das Ende von Reykjanes zu den Leuchttürmen gefahren. Alles bei bestem Wetter!
Danach ging es zum Sightseeing nach Reykjavík. Dörte hat in der Tourist Information gesagt: Wir haben drei Stunden für die Stadt. Antwort: Für Reykjavík reicht das!
| Rathaus von Reykjavík |
| Hallgríms-Kirche |
Der Innenraum ist riesig und fasst über 1000 Leute. Und die Orgel ist bei weitem die größte auf Island.
Jetzt ging es hinunter ans Wasser. Dort hat man aus Metall eine Skulptur in der Form eines Wikingerschiffes aufgestellt. Mit dem Hintergrund der schneebedeckten Berge auf der anderen Seite des Fjordes sieht das toll aus!
Den Schlusspunkt bildete dann die Elbphilharmonie Islands, die „Harpa“. Die ist natürlich nicht so schön, wie unsere Elphie, aber doch ganz beeindruckend. Schade, dass wir morgen Mittag keine Zeit haben – sonst hätten wir ein kostenloses Konzert anhören können. Hier haben wir übrigens Udo und Ulli wiedergetroffen.
| Harpa von außen |
| Harpa von innen |









